Erstmals im Jahre 1950 beschrieben durch den deutschen Gynäkologen Ernst
Gräfenberg, ist die Existenz des G-Punktes dennoch unter Wissenschaftlern
aufgrund fehlender eindeutiger anatomischer Strukturen umstritten.
Als den G-Punkt bezeichnet man eine erogene Zone an der Scheidenvorderwand, die
die Form einer runden geriffelten scheibenförmigen Erhebung von ca. zwei cm
Durchmesser hat.
Nach Schätzungen einiger Sexualwissenschaftler haben nur 25-30 % aller Frauen
einen G-Punkt. Andere Wissenschaftler sind der Meinung, jede Frau besitzt einen
G-Punkt, allerdings in verschiedener Form. Um diese darstellen zu können, muss
der G-Punkt vorher stimuliert werden.
Fast bei jeder dritten Frau können sich durch neue Ultraschalluntersuchungen
Strukturen nachweisen lassen, die dem G-Punkt entsprechen würden.
Der G-Punkt befindet sich an der Scheidenvorderwand ca. drei bis vier cm ab
Scheideneingang hinter der Schambeinfuge. Wird der Zeigefinger bis zum zweiten
Glied in die Scheide eingeführt, kann er abgetastet werden.
Ist der G-Punkt ausgeprägt, so kann er zu gesteigerten sexuellen Empfindungen
führen. Das Gegenteil kann eintreten, verfügt man über einen atrophischen
(verstümmelten) oder nicht ausreichend ausgebildeten G-Punkt.
Durch einen ambulanten Eingriff, der etwa 30 - 60 min dauert, kann eine
Vergrößerung (zum Beispiel durch Unterspritzen von Hyaluronsäure oder Eigenfett)
des G-Punktes erzielt werden.
Aus Berichten vieler Frauen führt eine Vergrößerung des G-Punktes zu einem
intensiverem Lustempfinden.
Ein zusätzlicher Grund für eine Eigenfett-Unterspritzung in die Scheide ist die
Erschlaffung der Scheidenwand durch Geburt, Gewichtsabnahme oder
Bindegewebsschwäche.
Um eine verjüngte, geschmeidige und elastische Scheidenwand zu bekommen wird in
dem Eingriff Fett aus Bauch oder Hüfte abgesaugt, verarbeitet und entlang der
Scheidenwand unterspritzt.
Dieser Eingriff kann aber nicht alle Sexualprobleme lösen - einige sexuelle
Probleme haben nichtkörperliche Ursachen!
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